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z1013:hardware [2011/11/21 07:13] – angelegt volkerp | z1013:hardware [2024/12/05 13:13] (aktuell) – [3.4.1. Parallel E/A-Baustein U 855 PIO] volkerp | ||
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die Arbeitsweise eines Mikrorechners erlaeutert werden. Grundlage dafuer bilden Stromlaufplaene des Z 1013, die Sie in der Anlage 16 finden. | die Arbeitsweise eines Mikrorechners erlaeutert werden. Grundlage dafuer bilden Stromlaufplaene des Z 1013, die Sie in der Anlage 16 finden. | ||
- | ==== 3.1. Blockschaltbild ==== | + | ===== 3.1. Blockschaltbild |
- | <code> _____ ___________ | + | <a2s> |
+ | # | ||
| | | | ||
| | | | ||
| | | | ||
- | | | + | | |
| | | | ||
- | | |------- | + | | #-------# #----------# #------# Parallel- | |
- | | CPU | | + | | CPU | |
- | | |-------| |-----| |----| |----| | + | | #-------# #-----# #----# #----# |
- | --|-- | | | | | | | + | #--#--# | | | | | | #-----#-----# stelle |
- | | + | |
- | | + | #--#--# #----#-#---# | | #--#-#--# #-----#-----# |
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- | |Takt-| | + | |Takt-| |
- | |gene-| | + | |gene-| |
- | |rator| | + | |rator| |
| | | | ||
- | ----- ---------- | + | #-----# #----#-----# | | #-------# #-----------# |
| | | | | | | | ||
BAS | | | | BAS | | | | ||
- | |------| | | | + | #------# | | |
- | | + | |
| | HF- | | | HF- | ||
| | Modu- | | | | | | Modu- | | | | ||
| | lator | | | | | | lator | | | | ||
- | | + | |
| | ||
- | | + | TV-Geraet |
+ | </a2s> | ||
| | ||
- | ==== 3.2. Steuerung des Mikroprozessors ==== | + | ===== 3.2. Steuerung des Mikroprozessors |
- | === 3.2.1. Beschreibung der Steuersignale === | + | ==== 3.2.1. Beschreibung der Steuersignale |
Neben den bekannten Steuersignalen der Z80-CPU umfasst der Systembus folgende Signale, die nichtvon der CPU ausgesandt oder empfangen werden: | Neben den bekannten Steuersignalen der Z80-CPU umfasst der Systembus folgende Signale, die nichtvon der CPU ausgesandt oder empfangen werden: | ||
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* **RDY**\\ Stellt ein aehnliches Signal wie WAIT dar, um langsame Funktionseinheiten an die CPU anzupassen. Es kennzeichnet die Kommunikationsbereitschaft einer Funktionseinheit und kann mit der WAIT-Leitung verbunden werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Steuersignalen ist es nicht Low-aktiv. | * **RDY**\\ Stellt ein aehnliches Signal wie WAIT dar, um langsame Funktionseinheiten an die CPU anzupassen. Es kennzeichnet die Kommunikationsbereitschaft einer Funktionseinheit und kann mit der WAIT-Leitung verbunden werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Steuersignalen ist es nicht Low-aktiv. | ||
- | === 3.2.2. Takterzeugung === | + | ==== 3.2.2. Takterzeugung |
Der Taktgenerator wird durch drei Gatter von A6, dem Kondensator C7.1 und den Widerstaenden R38 und R39 gebildet. Stabilisiert wird die Taktfrequenz durch den Schwingquarz Q1. Dieser | Der Taktgenerator wird durch drei Gatter von A6, dem Kondensator C7.1 und den Widerstaenden R38 und R39 gebildet. Stabilisiert wird die Taktfrequenz durch den Schwingquarz Q1. Dieser | ||
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Dieser Takt realisiert die Synchronitaet aller Zeitablaeufe. | Dieser Takt realisiert die Synchronitaet aller Zeitablaeufe. | ||
- | === 3.2.3 RESET-Logik === | + | ==== 3.2.3 RESET-Logik |
Um einen definierten Anfangszustand der CPU zu erreichen, | Um einen definierten Anfangszustand der CPU zu erreichen, | ||
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welches die Ruecksetzfunktion ausfuehrt. | welches die Ruecksetzfunktion ausfuehrt. | ||
- | ==== 3.3 Speichereinheiten ==== | + | <WRAP center round info 60%> |
+ | Die originale Reset-Schaltung ist problematisch, | ||
+ | verloren gehen kann. Siehe dazu | ||
+ | * [[: | ||
+ | * [[: | ||
+ | * [[: | ||
+ | </ | ||
- | === 3.3.1. Anschluss === | + | ===== 3.3 Speichereinheiten ===== |
+ | |||
+ | ==== 3.3.1. Anschluss | ||
Der Anschluss der Speicherschaltkreise ist abhaengig vom Typ. | Der Anschluss der Speicherschaltkreise ist abhaengig vom Typ. | ||
Zeile 155: | Zeile 165: | ||
| | ||
- | ==== 3.4. Ein- und Ausgabebaugruppen ==== | + | ===== 3.4. Ein- und Ausgabebaugruppen |
- | === 3.4.1. Parallel E/ | + | ==== 3.4.1. Parallel E/ |
Im MRB Z1013 kommt ein Baustein U 855 zum Einsatz. Ein Teil | Im MRB Z1013 kommt ein Baustein U 855 zum Einsatz. Ein Teil | ||
davon wird von den E/ | davon wird von den E/ | ||
- | (s. 3.4.2., 3.4.3.). | + | (s. 3.4.2., 3.4.3.). |
- | verfuegen. | + | verfügen. |
- | * ** /M1 (E)**\\ Mit aktiven Ml bei nicht aktiven RD und IORQ wird die PIO in einen definierten Anfangszustand | + | * ** /M1 (E)**\\ Mit aktiven Ml bei nicht aktiven RD und IORQ wird die PIO in einen definierten Anfangszustand |
- | * **/IEI (E)**, **/IEO (A)**\\ Hiermit werden die Prioritaeten | + | * **/IEI (E)**, **/IEO (A)**\\ Hiermit werden die Prioritäten |
+ | |||
+ | <a2s> | ||
+ | # | ||
| E/ | | E/ | ||
| | | | ||
- | 5P -----| IEI | + | 5P -----# IEI |
- | | + | #---------------# #---------------# |
+ | </a2s> | ||
+ | |||
+ | |||
+ | |||
+ | Die in einer solchen Kaskade am weitesten links stehende Baugruppe hat den grössten | ||
== 3.4.1.2. Programmierung == | == 3.4.1.2. Programmierung == | ||
Am Beispiel der im MRB Z1013 verwendeten E/A-Tore soll die | Am Beispiel der im MRB Z1013 verwendeten E/A-Tore soll die | ||
- | Bildung der Auswahladresse | + | Bildung der Auswahladresse |
- | Ausgaenge | + | Ausgänge |
- | IOSEL-Leitung erfolgt dann mit den Adressen A2, A3 und A4. Mit dem im vorigen Abschnitt zu den 0/13 SEL- ;4nd B/ASEL- | + | IOSEL-Leitung erfolgt dann mit den Adressen A2, A3 und A4. Mit dem im vorigen Abschnitt zu den C/D SEL- und B/A SEL- |
- | Signalen gesagten ergibt sich folgende | + | Signalen gesagten ergibt sich folgende |
< | < | ||
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- Steuerwort: 01H | - Steuerwort: 01H | ||
Tor B (Systemport) | Tor B (Systemport) | ||
- | - Steuerwort: 03H</ | + | - Steuerwort: 03H |
+ | </ | ||
- | Im Z1013 sind diese Adressen nicht eindeutig, da die Adressbits A7, A6, A5 auch 111 sein koennten. Da diese nicht ausgewertet werden, spielt das aber keine Rolle. | + | Im Z1013 sind diese Adressen nicht eindeutig, da die Adressbits A7, A6, A5 auch 111 sein könnten. Da diese nicht ausgewertet werden, spielt das aber keine Rolle. |
| | ||
- | === 3.4.2. Tastaturanschluss === | + | ==== 3.4.2. Tastaturanschluss |
Elektrisch stellt die Tastatur nichts anderes als eine Matrix | Elektrisch stellt die Tastatur nichts anderes als eine Matrix | ||
von Schaltern in folgender Anordnung dar: | von Schaltern in folgender Anordnung dar: | ||
+ | |||
+ | {{ : | ||
Die Zeilen dieser Anordnung sind mit den Widerstaenden R11 | Die Zeilen dieser Anordnung sind mit den Widerstaenden R11 | ||
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Der Z1013 benutzt den sogenannten ASCII-Kode (s. Anlage 7). | Der Z1013 benutzt den sogenannten ASCII-Kode (s. Anlage 7). | ||
- | === 3.4.3. Magnetbandanschluss === | + | <WRAP center round info 60%> |
+ | Die originale Flachfolientastatur besitzt eine alphabetische Anordnung der Tasten mit 4 Shift-Ebenen. Die Abfrage der Tastatur und die Umsetzung in ASCII-Code ist in meinem Monitorlisting ausführlich erläutert. [[: | ||
- | Von der auf der Leiterplatte installierten PIO wird eine Bitleitung (PB 7) zur Ausgabe eines seriellen Datenstromes ge- | + | Bei vielen Z1013 ist eine größere Tastatur im Einsatz. S. dazu [[z1013: |
- | nutzt. Die erforderliche Parallel/ | + | </WRAP> |
- | einen Spannungsteiler R27/28 zur Pegelanpassung abgeschwaecht; | + | |
- | mit einem Kondensator C1.9 werden die Flanken verrundet, damit ein etwa sinusfoerniges Signal in Magnetbandgeraet aufgezeichnet werden kann. | + | |
- | Das Ausgangssignal eines Magnetbandgeraetes wird gleichspannutigsfrei einem Operationsverstärker A48 zugefuehrt. Das | + | {{ : |
- | auf TTL-Pegel verstaerkte Signal wird an einen Anschluss der | + | |
- | PIO (PB 6) geleitet, Durch entsprechende Software wird dieser | + | |
- | Anschluss staendig abgefragt und aus dem ankommenden seriellen Datenstrom durch Serien/ | + | |
- | === 3.4.4. Bildschirmsteuerung === | + | ==== 3.4.3. Magnetbandanschluss ==== |
+ | |||
+ | Von der auf der Leiterplatte installierten PIO wird eine Bitleitung (PB 7) zur Ausgabe eines seriellen Datenstromes genutzt. Die erforderliche Parallel/ | ||
+ | einen Spannungsteiler R27/28 zur Pegelanpassung abgeschwächt; | ||
+ | mit einem Kondensator C1.9 werden die Flanken verrundet, damit ein etwa sinusförmiges Signal in Magnetbandgerät aufgezeichnet werden kann. | ||
+ | |||
+ | Das Ausgangssignal eines Magnetbandgerätes wird gleichspannungsfrei einem Operationsverstärker A48 zugeführt. Das | ||
+ | auf TTL-Pegel verstärkte Signal wird an einen Anschluss der | ||
+ | PIO (PB 6) geleitet. Durch entsprechende Software wird dieser | ||
+ | Anschluss ständig abgefragt und aus dem ankommenden seriellen Datenstrom durch Serien/ | ||
+ | |||
+ | <WRAP center round info 60%> | ||
+ | s.a. [[z1013: | ||
+ | </ | ||
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+ | | 1 Ausgabe\\ 2 Masse\\ 3 Eingabe\\ 4 Ausgabe\\ 5 Eingabe | ||
+ | ==== 3.4.4. Bildschirmsteuerung | ||
Die Bildschirmsteuerung wandelt die vom Rechner auszugebende | Die Bildschirmsteuerung wandelt die vom Rechner auszugebende | ||
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ist in der Anlage 8 schematisch dargestellt. | ist in der Anlage 8 schematisch dargestellt. | ||
- | ==== 3.5. Stromversorgung ==== | + | ===== 3.5. Stromversorgung |
Fuer den Betrieb des MRB Z1013 sind drei verschiedene Versorgungsspannungen noetig. | Fuer den Betrieb des MRB Z1013 sind drei verschiedene Versorgungsspannungen noetig. | ||
Zeile 323: | Zeile 357: | ||
stabilisierte Spannung der Basis eines Transistors V2 zugefuehrt. Dadurch ist am Emitter dieses Transistors eine stabilisierte Spannung verfuegbar, die staerker belastet werden kann. | stabilisierte Spannung der Basis eines Transistors V2 zugefuehrt. Dadurch ist am Emitter dieses Transistors eine stabilisierte Spannung verfuegbar, die staerker belastet werden kann. | ||
- | ==== 3.6. Bussystem ==== | + | ===== 3.6. Bussystem |
Die wichtigsten Signale des Mikrorechners Z1013 sind an den | Die wichtigsten Signale des Mikrorechners Z1013 sind an den | ||
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| X6: | HP-Ausgang des Modulators (Koaxialbuchse) | | | X6: | HP-Ausgang des Modulators (Koaxialbuchse) | | ||
- | Die genaue Zuordnung der einzelnen Signale zu den jeweiligen Anschluessen ist der Anlage 6 zu entnehmen. | + | Die genaue Zuordnung der einzelnen Signale zu den jeweiligen Anschluessen ist der Abblidung aus Anlage 6 zu entnehmen: |
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