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 +====== Kassetteninterface ======
 +
 +Der Tiny speichert seine Programme auf Kassetten. Dazu ist ein Magnetbandanschluss-Interface vonnöten.
 +
 +===== 2k-System =====
 +
 +{{:tiny:magnetbandanschluss-2k-system.jpg|}}
 +
 +(jmueller:
 +Das 2K-System verwendet ein hardwaremäßig realisiertes Amplituden-Modulationsverfahren,
 +während das 4K- und 6K-System mit einer softwaremäßig realisierten Frequenzmodulation arbeiten.
 +Deshalb kann man auch die beiden Hardwareschaltungen nicht austauschen,
 +auch wenn sie sehr ähnlich sind.
 +
 +Ausgangsseitig werden beim 2K-System durch das NAND-Gatter (PIN 1 bis 3 des DL000)
 +die von P37 kommenden Datenbits auf die von P36 kommende Trägerfrequenz aufmoduliert.
 +Bei der Schaltung für die Frequenzmodulation (ES 1988) fehlt logischerweise dieser Teil
 +und es erfolgt nur eine Pegelanpassung und ein Abrunden der Rechteckschwingung.
 +
 +Eingangsseitig muss bei der Frequenzmodulation jeder Nulldurchgang
 +zeitgenau zu einem Pegelwechsel an dem Eingangsbit führen.
 +Bei der Amplitudenmodulation dagegen wird das Vorhandensein mehrerer Schwingungen
 +mit hoher Amplitude als H-Pegel an das Eingangsbit gemeldet (und L-Pegel bei niedrige Amplitude).
 +Dazu ist eine auf die Trägerfrequenz angepasste Zeitverzögerung im Schaltverhalten im B555
 +bei H -> L notwendig, wozu u.a. der 22 nF Kondensator dient,
 +der bei der Schaltung für Frequenzmodulation fehlt.
 +
 +Der Grund für die hardwaremäßig realisierte Amplitudenmodulation dürfte darin liegen,
 +dass in dem 2K-EPROM einfach kein Platz mehr war für eine softwaremäßig realisierte Frequenzmodulation.
 +
 +===== ES 1988 =====
 +
 +{{:tiny:magnetbandanschluss-4k-system.jpg|}}
 +
 +Für das 4K-System wurde Hardware und Software der Magnetbandsteuerung geändert.
 +Das hat ein leicht modifiziertes Magnetband-Interface zur Folge. 
 +Der DL 000D ist überflüssig.
 +
 +Obiges Interface des 2K-Systems kann lt. Doku weiter genutzt werden, wenn der 22-nF-Kondensator
 +entfernt, die Gegenkopplung (100 pF) zwischen den Pins 3 und 5 des Operationsverstärkers ergänzt und statt des 10-nF-Eingangskondensators
 +ein Elko bestückt wird. Mit dem Einstellregler ist auf maximale Empfindlichkeit (Mitte) abzugleichen.
 +
 +===== Schaltung ES2.3 =====
 +
 +{{:tiny:magnetbandanschluss-es40-system.jpg?600|}}
 +
 +von H.Scheutzow gibt es zum ES2.3 und ES4.0 eine weiter vereinfachte Schaltung, die auch auf den B555 verzichtet und nur einen OP nutzt.
 +
 +Diskussion dazu s. Forum:
 +s. https://www.robotrontechnik.de/html/forum/thwb/showtopic.php?threadid=19441
 +
 +===== Schaltung buebchen =====
 +
 +s.a. https://eb-harwardt.jimdofree.com/8-bit-technik/comp-ju-te-r-2021-nach-ju-te-2k-4k/
 +
 +{{:tiny:magnetbandanschluss-buebchen.jpg?300|}} 
 +
 +{{:tiny:magnetbandanschluss-buebchen2.jpg?300|}} 
 +{{:tiny:magnetbandanschluss-buebchen3.jpg?300|}}
 +
 +Die am LLC2 und Ju+Te erprobte Schaltung mit geringerem Aufwand und besseren
 +Eigenschaften. Der 8K Widerstand ist entgegen den Vorschlägen des Herstellers in
 +den Aplikationen immer noch zu groß bei dir. Ein 22K wird nur bei den OPVs
 +711,721 und 731 zur Vorstufenversorgung eingesetzt, die auch auf dieser
 +Leiterplatte eingesetzt werden können bei einem Kollektorwiderstand der
 +Ausgangsstufe von 3,9K.
 +
 +Der Kondensator am
 +invertierenden Eingang und der 100K macht den Unterschied. Damit flooted die
 +durch den Spannungsteiler erzeugte Referenzspannung für das Eingangssignal mit
 +den Eingangsspannungsdriften. Damit hat man eine höhere Datensicherheit. Durch
 +die Ripple des gemischten Signals waren die Fehler größer, deshalb musste das
 +weg. Bei der niedrigeren Frequenz der Datenaufzeichnung ist der Bandpass des
 +Aufzeichnungszweiges eventuell anzupassen (Hochpasskondensator verdoppeln).
 +
 +Die Schaltung wurde mit dem Aufkommen der Operationsverstärker für die
 +Fernsteuerei entwickelt um das verauschte und gestörte Signal sicher auswerten
 +zu können. Bei Pegeländerungen flootete der Referenzeingang mit der
 +Eingangsspannung damit lag der Referenzpunkt annähernd in der Mitte der
 +Signalflanke. Damit stimmt der Abstand der Flanken der zur Auswertung des
 +Signals dient.
 +